Kerbelsuppe – Versuch 1

Kerbelsuppe mit Einlage

In unserer aktuellen Biokiste tummelte sich ein mordsmäßiger Bund eines bisher unbekannten grünen Krauts. Auf den ersten Blick sah es nach Petersilie aus, entpuppte sich aber beim Blick in die Inhaltsliste als Kerbel. Kerbel? Ich hatte mal einen lustigen Kollegen, der Kerwel hieß und zwischen seiner Frisur und der Blattstruktur lassen sich sogar gewisse Analogien ziehen. Ein Blick in die Wikipedia entlarft den Kerbel als Doldenblüter, der von Zentralasien bis nach Baden-Württemberg vorkommt und als Würzkraut in der Suppe oder der Frankfurter “Grüne Soß” Verwendung findet. Voller ätherischer Öle ist er ein durchaus Potenter Gefährte im Kampf gegen Erkältungen, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen.

Soviel zur Theorie. Jetzt zur Suppe:

  • 1,5 l von Rainers Gemüsebrühe
  • 4 Karotten (Biokiste)
  • 2 Stangen Lauch (Biokiste)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 1 Bund Kerbel

Auf Sahne oder fleischliche Einlagen habe ich bewusst verzichtet, denn ich wollte dem Kollegen Kerbel (nicht zu verwechseln mit dem oben zitierten Ex-Kollegen) geschmacklich auf die Spur kommen.

Fazit: Die ätherischen Öle schmeckten Verena und ich wirklich massiv raus. Es war schon ein sehr gesundes Essen. aber durchaus gut genießbar.
Für Versuch zwei würde ich den Kerbel-Anteil reduzieren oder ihm doch etwas Deftiges entgegenstellen.