Lachs und schwarze Linsen

Ich habe voll Lust auf Lachs mit dem Kräutertopping, wie wir es neulich hatten. Oder was Geiles vom Grill.”

Das war Verenas Briefing für das Abendessen. Lachs mit Kräuterpaste aus dem Backofen ist nett. Aber der Grill drohte damit nun schon drei volle Tage kalt zu bleiben. Der GrillGAU. Das darf nicht passieren. Da muss eine andere Lösung her!

Lachs vom Grill auf einem Bett aus Tagliatelle und schwarzen Masala-Linsen.

Jedes Mal, wenn ich an der Fischtheke im Remstalmarkt Mack stehe, beginnen sie. Die Träume von Kanada und den Lachsen im Campell River. Das ist aber eine andere Geschichte.

Die schwarzen Linsen

Für die Linsen schwitze ich zuerst eine Zwiebel (klein gewürfelt) an. Dann lösche ich mit Wasser ab, lasse aufkochen, Salz dazu und die Linsen rein. Das köchelt dann gute 20 Minuten. Die Beluga-Linsen bleiben deutlich bissiger als die normalen Linsen. Da hat man einfach auch was zum Beißen. Unbedingt darauf achten, dass die Flüssigkeit nicht komplett verkocht. Wir brauchen ja noch etwas für den Teller.
Nach der Hälfte der Zeit kommt noch eine ordentliche Portion Garam Masala mit in den Topf.

Die Tagliatelle

Leute, ihr glaubt jetzt aber nicht wirklich, dass ich hier schreibe, wie man Pasta kocht. Basics Baby!

Der Lachs

In der Zwischenzeit wird der Grill angeschürt. Keine Höllenglut, sondern mittlere Temperatur. Den Lachs würze ich eher spartanisch mit Salz, Pfeffer und Oregano aus der Mühle. Dazu noch etwas gesäuert mit Zitronensaft. Das lasse ich ein paar Minuten stehen und dann ab auf den Grill. Dran denken: Zuerst die Seite mit der Haut und kurz vor Schluss vorsichtig wenden. Fürs Branding und damit es auch schön knusprig wird.

Linsen, Pasta und Lachs so planen, dass sie gleichzeitig fertig werden. Dann ab auf den Teller damit.

Dazu gibt es einen Riesling Edition Rebhuhn vom Weingut Aldinger

Irisches Rind auf Spessartbuche

Gestern bei meinem Lieblingsmetzger. Für den Besuch gestern Abend hatte ich schon zwei Filetstücke vom ortsansässigen Schwein gekauft und dann stand noch diese Frage im Raum: “Was essen wir morgen?”

Bei all den wunderschönen Stücken Fleisch schossen mir einige Ideen durch den Kopf. Der Metzgermeister schien es zu ahnen und packte ein sattes Stück Rumpsteak aus der Auslage. “Freilebendes Rind von den saftigen, grünen Wiesen Irlands. 25 Tage abgehangen.” Ich zickte direkt rum von wegen regionaler Herstellung und Fleischtransport. “Red net. Nimm es und kommst dann wieder und erzählst mir wie es war.” (Ich kann das schwäbisch orthographisch leider nicht ausdrücken).

Ok, nachdem ich den Herzinfarkt an der Kasse nieder gerungen hatte, trug ich dieses Stück Fleisch gewordenen Genuss heim in der festen Absicht ihm gebührend zu huldigen.

Das Fleisch habe ich eine dreiviertel Stunde bevor es aus dem Kühlschrank geholt. Die Schwarte eingeschnitten und es mit Rainers Spezial Rub (Meersalz, Pfeffer, Piment, Rosmarin, Knoblauch, Olivenöl) eingerieben. Nach dem obligatorischen Angrillen kam das Fleisch auf eine 2,5cm starke Scheibe Spessartbuche und für 45 min bei 150°C auf den Grill. Hätte schon ein schlauerer Mensch als ich es bin das olfaktorische Internet erfunden, würde ich Euch den würzigen Duft, der aus meinem Grill strömte in die Welt hinaus schicken. So aber müsst ihr es einfach glauben. Dazu gab es eine Pilzsauce und ein eiskaltes Faust Hefe-Weizen aus Miltenberg.

Zum letzten Salut für das irische Rind lief folgendes Lied: Workers Song

Nun gibt es nicht mehr viel zu sagen. Es war grandios.