Lammkarree vom Grill

Da lag dieses Stück Lämmlein beim Metzger. Allein unter Rindern und Schweinen. Ich musste es mitnehmen. Lammkarrees am Stück. Der Metzgermeister wollte es schon zerteilen. Gerade noch rechtzeitig konnte ich intervenieren. Schließlich scharrte mein großes Messer daheim schon mit der Klinge.

Ich wühlte mich durch meine Koch- und Grillbücher. Überlegte komplexe Marianden oder Rubs. Letzten Endes entschied ich mich dafür, dem Tier zu huldigen indem ich es nicht verfremde.

Schritt 1: Lamm zerteilen – Ehrensache
Schritt 2: Würzen – Grobes Meersalz, Bunter, grob gemahlener Pfeffer, Rosmarin, frischer Knoblauch, etwas Olivenöl
Schritt 3: Grillen – 2 Minuten pro Seite + 2 Minuten ruhen

Dazu gab es noch angegrillte Charlotten und frisches Bohnengemüse.

Man muss nicht immer einen Roman schreiben, damit Google oder Leseratten glücklich werden. Schau Dir die Bilder an, träume von saftigem Lamm und du hast diesen Post erfasst.

Die erste Pflanzaktion

Bisher haben wir in der “Finsteren Kehle” vorwiegend gemäht, gefällt, weggetragen oder abgebrannt. Jetzt wurde es Zeit, die ersten eigenen Pflanzen zu setzen.  Continue Reading

Cheeseburger

Cheeseburger

Was soll ich zum Cheeseburger viel schreiben? Continue Reading

“Mäckle”-Burger mit Austernpilzen

"Mäckle"-Burger mit Austernpilzen

Draußen fällt der Schnee in Massen. Wenn das nicht der perfekte Zeitpunkt ist, den Grill anzuwerfen und ein paar nette kleine Burger zu bauen.

Den Rahmen bilden die neuen “Mäckle”-Brötchen vom Remstalmarkt Mack. Kurz angegrillt sind sie ein Knaller für einen Burger.

Das Hack stammt vom heimischen Rind und wurde mit groben Pfeffer, Salz, Paprika und Muskat gewürzt und medium gegrillt. Als Zwischenschichten kamen gegrillte Austernpilze und ungegrillte Kresse mit auf den Burger.

Senf-Hähnchen auf Spessartbuche

Hähnchen auf Buchenholz

Es war mal wieder Zeit zum Grillen. Freitag steht vor unserer Wohnung ein muckeliger Markt. 4 Stände und einen Haufen Rentner aus dem Altersheim ums Eck. So präsentiert sich der Wochenmarkt in Endersbach. Egal, denn der Geflügelstand hat es in sich. Dort habe ich ein schnuckeliges Bio-Freiland-Hähnchen aus Bayern gekauft.

Ok, beim Bezahlen bekommst du einen kleinen Herzinfarkt. Aber wenn du dir das Hendl dann anschaust und festes Fleisch fühlst, wo sonst bei den billig Hähnchen nur Wabbel ist, dann geht dir direkt das Herz auf. Außerdem durfte das Tier sich bewegen und den Himmel sehen. Um es auf den Punkt zu bringen. Bei uns kommt nichts anderes mehr auf den Tisch.

Ich hatte für das Hähnchen (schwäbisch: Göckele) eine Mariande aus Dijon-Senf, Meersalz, Parmesan und Kräutern angerührt und sie für gut zwei Stunden einwirken lassen. Dann ging es ab auf den Grill. Diesmal wieder auf eine Buchenholzplatte aus dem Spessart.

Draußen war es recht frisch und mir sackte die Temperatur immer auf unter 150° C durch. Also gab ich mehr Gas. Das war aber ein ziemlicher Fehler, denn bei Vollgas fängt die Buche irgendwann an zu brennen. Das klappt besonders gut, wenn vom Hendl Fett ins Feuer tropft. Das Gute an meinem brennenden Grill war, dass es zum einen erst ganz zum Schluss passierte und zum anderen brannte so der ganze Schmodder im Grill mal weg.

 

Irisches Rind auf Spessartbuche

Gestern bei meinem Lieblingsmetzger. Für den Besuch gestern Abend hatte ich schon zwei Filetstücke vom ortsansässigen Schwein gekauft und dann stand noch diese Frage im Raum: “Was essen wir morgen?”

Bei all den wunderschönen Stücken Fleisch schossen mir einige Ideen durch den Kopf. Der Metzgermeister schien es zu ahnen und packte ein sattes Stück Rumpsteak aus der Auslage. “Freilebendes Rind von den saftigen, grünen Wiesen Irlands. 25 Tage abgehangen.” Ich zickte direkt rum von wegen regionaler Herstellung und Fleischtransport. “Red net. Nimm es und kommst dann wieder und erzählst mir wie es war.” (Ich kann das schwäbisch orthographisch leider nicht ausdrücken).

Ok, nachdem ich den Herzinfarkt an der Kasse nieder gerungen hatte, trug ich dieses Stück Fleisch gewordenen Genuss heim in der festen Absicht ihm gebührend zu huldigen.

Das Fleisch habe ich eine dreiviertel Stunde bevor es aus dem Kühlschrank geholt. Die Schwarte eingeschnitten und es mit Rainers Spezial Rub (Meersalz, Pfeffer, Piment, Rosmarin, Knoblauch, Olivenöl) eingerieben. Nach dem obligatorischen Angrillen kam das Fleisch auf eine 2,5cm starke Scheibe Spessartbuche und für 45 min bei 150°C auf den Grill. Hätte schon ein schlauerer Mensch als ich es bin das olfaktorische Internet erfunden, würde ich Euch den würzigen Duft, der aus meinem Grill strömte in die Welt hinaus schicken. So aber müsst ihr es einfach glauben. Dazu gab es eine Pilzsauce und ein eiskaltes Faust Hefe-Weizen aus Miltenberg.

Zum letzten Salut für das irische Rind lief folgendes Lied: Workers Song

Nun gibt es nicht mehr viel zu sagen. Es war grandios.

Hähnchenbrust auf Erlenscheiben

Vor zwei Tagen ging mein Versuch mit den Holzscheiben auf meinem Gasgrill in die nächste Runde. Nach kanadischer Zeder und Spessart Buche kam nun echte Leidersbacher Erle zum Einsatz. Für all jene, die keine Vorstellung davon haben, wo Leidersbach liegt: Hier ist es. Nach dem kleinen Ausflug in die Geographie des Untermains, zurück an den Grill.

Die Marinade ist aus der Grillbibel und enthält grob gehackte Zwiebeln, Knoblauch, Paprikapulver, Oregano und Olivenöl. 45 Minuten einwirken lassen und dann 15 Minuten bei mittlerer Hitze gegrillt.

Und wieder erfüllt dieser herrliche Duft nach Holzrauch unseren Balkon und Teile der Wohnung. Schlichtweg grandios. Dieses Mal habe ich das Holz nicht gewässert, um mehr Rauch zu erzeugen. Nun, so ganz bin ich mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden. Beim Gasgrill ist die offene Flamme einfach zu weit weg vom Holz, um dieses so richtig anzukokeln. Ich werde weiter testen und berichten.

Aber mal davon abgesehen war das Fleisch echt lecker und Butter zart.