Senf-Hähnchen auf Spessartbuche

Hähnchen auf Buchenholz

Es war mal wieder Zeit zum Grillen. Freitag steht vor unserer Wohnung ein muckeliger Markt. 4 Stände und einen Haufen Rentner aus dem Altersheim ums Eck. So präsentiert sich der Wochenmarkt in Endersbach. Egal, denn der Geflügelstand hat es in sich. Dort habe ich ein schnuckeliges Bio-Freiland-Hähnchen aus Bayern gekauft.

Ok, beim Bezahlen bekommst du einen kleinen Herzinfarkt. Aber wenn du dir das Hendl dann anschaust und festes Fleisch fühlst, wo sonst bei den billig Hähnchen nur Wabbel ist, dann geht dir direkt das Herz auf. Außerdem durfte das Tier sich bewegen und den Himmel sehen. Um es auf den Punkt zu bringen. Bei uns kommt nichts anderes mehr auf den Tisch.

Ich hatte für das Hähnchen (schwäbisch: Göckele) eine Mariande aus Dijon-Senf, Meersalz, Parmesan und Kräutern angerührt und sie für gut zwei Stunden einwirken lassen. Dann ging es ab auf den Grill. Diesmal wieder auf eine Buchenholzplatte aus dem Spessart.

Draußen war es recht frisch und mir sackte die Temperatur immer auf unter 150° C durch. Also gab ich mehr Gas. Das war aber ein ziemlicher Fehler, denn bei Vollgas fängt die Buche irgendwann an zu brennen. Das klappt besonders gut, wenn vom Hendl Fett ins Feuer tropft. Das Gute an meinem brennenden Grill war, dass es zum einen erst ganz zum Schluss passierte und zum anderen brannte so der ganze Schmodder im Grill mal weg.