Irisches Rind auf Spessartbuche

Gestern bei meinem Lieblingsmetzger. Für den Besuch gestern Abend hatte ich schon zwei Filetstücke vom ortsansässigen Schwein gekauft und dann stand noch diese Frage im Raum: “Was essen wir morgen?”

Bei all den wunderschönen Stücken Fleisch schossen mir einige Ideen durch den Kopf. Der Metzgermeister schien es zu ahnen und packte ein sattes Stück Rumpsteak aus der Auslage. “Freilebendes Rind von den saftigen, grünen Wiesen Irlands. 25 Tage abgehangen.” Ich zickte direkt rum von wegen regionaler Herstellung und Fleischtransport. “Red net. Nimm es und kommst dann wieder und erzählst mir wie es war.” (Ich kann das schwäbisch orthographisch leider nicht ausdrücken).

Ok, nachdem ich den Herzinfarkt an der Kasse nieder gerungen hatte, trug ich dieses Stück Fleisch gewordenen Genuss heim in der festen Absicht ihm gebührend zu huldigen.

Das Fleisch habe ich eine dreiviertel Stunde bevor es aus dem Kühlschrank geholt. Die Schwarte eingeschnitten und es mit Rainers Spezial Rub (Meersalz, Pfeffer, Piment, Rosmarin, Knoblauch, Olivenöl) eingerieben. Nach dem obligatorischen Angrillen kam das Fleisch auf eine 2,5cm starke Scheibe Spessartbuche und für 45 min bei 150°C auf den Grill. Hätte schon ein schlauerer Mensch als ich es bin das olfaktorische Internet erfunden, würde ich Euch den würzigen Duft, der aus meinem Grill strömte in die Welt hinaus schicken. So aber müsst ihr es einfach glauben. Dazu gab es eine Pilzsauce und ein eiskaltes Faust Hefe-Weizen aus Miltenberg.

Zum letzten Salut für das irische Rind lief folgendes Lied: Workers Song

Nun gibt es nicht mehr viel zu sagen. Es war grandios.