Wildschwein aus dem Spessart

Einst war er ein stolzer Keiler,
jung und kräftig von Statur.
er träumte von seiner Rotte,
von Feldern voller Mais und Eicheln.

Eines Tages trat er hinaus am Waldesrand,
dort wo die große Eiche stand.
Er brach darnieder, hatte den Schuss nicht gehört,
der ihm sein Leben nahm.

Nun liegt des Keilers Bein
vor mir auf dem Küchenbrett.
Nun bereiten wir ein köstliches Mahl
und huldigen so dem stolzen Keiler.

 

Zubereitung:

Im ersten Schritt habe ich das Fleisch vom Knochen gelöst und in kleine Stücke geschnitten.

Die Knochen habe ich zusammen mit ein paar weiteren Schweineknochen scharf angebraten, dann gestückelte Karotten, Pastinaken, Zwiebeln Lauch und Sellerie mit dazu in den Topf gepackt. Während des Anbraten kam noch ein ordentlicher Batzen konzentriertes Tomatenmark dazu.
Den ganzen Spaß dann mit Wein ablöschen – hier in diesem Fall war das ein Lemberger von der Remstalkellerei. Dazu zwei Lorbeerblätter, ein Zwei Rosmarin und ein Schwung “Sieben” – einer sensationellen Mischung vom Alten Gewürzamt.

Parallel dazu habe ich in einer Pfanne das Keiler-Gulasch angebraten und erstmal zur Seite gestellt.

Nachdem der Wein eingekocht war habe ich kräftig Wasser nachgefüllt und das reduziert. Mittlerweile waren gut 2 Stunden vergangen. Nun habe ich das Gemüse und die Knochen rausgefischt und die Soße durch ein Sieb mit Küchenpapier geschickt. Das Ergebnis dann wieder zurück in den Topf, das Fleisch mit dazu und nochmal mit etwas Brühe aufgefüllt und weiter köcheln lassen.

Am Ende waren es dann gute 4 Stunden und heraus kam eine herrliche, kräftige dunkle Soße und ein absolut zartes Gulasch. Leider dauerte es etwas zu lange und so wurden die Kartoffeln etwas arg knusprig.

So oder so ähnlich hat sich das abgespielt. Massiver Einsatz von Wein beim Kochen lässt eine haargenaue Rekonstruktion nicht zu.